Konzert 2: Fr 29.Aug. 20.00

JAZZ GOES ROCK

Ein langer Abend kündigt sich an, der nach zwei coolen Elektronik-Pop-Bands aus der Schweiz und Norwegen in der Reunion von Living Colour kulminieren wird. Dass Kubus auf der Willisauer Hauptbühne stehen, kommt nicht von ungefähr. Das Quintett aus Luzern hat sich in den letzten drei Jahren mit seinem innovativen Experimentieren zwischen Elektronik und Jazz einen sehr guten Namen gemacht. Da wird nicht gesäuselt oder geblufft, sondern handfest gespielt. Die Musik von Kubus funktioniert auf der Konzert-Bühne ebenso wie auf Dancefloors oder in Lounge-Bars. Die Band orientiert sich an klaren Strukturen und Motiven, die unscheinbar-eindringlich aufgeladen werden und sich zu satten Grooves entwickeln können. Ausgezeichnete Instrumentalisten und ein überzeugender Einsatz von Elektronik ergänzen sich hier auf eine höchst geschmacksvolle Weise.

Adi Pflugshaupt ss,ts,fl, Marc Scheidegger g, Masi Stalder b, Peter Estermann keyb, Fabian Stübi dr, Rafi Woll dr

Zu einer Entdeckung dürften Kroyt aus Norwegen werden: Wo Kubus die zeitgenössische Elektro-Jazz-Fusion rein instrumental angehen und sie in ein Pop-Gewand kleiden, erscheinen Kroyt direkter als Grenzgänger des Populären. "Wir spielen Pop-Musik des 21. Jahrhunderts", pflegt die Sängerin Kristin Asbjornsen selbstbewusst zu sagen. Sie verfügt über eine markante Stimme, die mit ihren entrückten, luziden, melancholischen und glutvollen Wandlungen den Sound prägt. Die Kroyt-Musik ist ein geballtes Song- und Soundwerk aus collagierter Elektronik, sphärischer Gitarre und Beats. Lyrische Klangbilder, Melodien, atmosphärische Sounds und rockende Trip Hop Architekturen generieren ein Indie-Klangabenteuer, das Jazz- wie Pop/Rockinteressierte ansprechen wird.

Kristin Asbjomsen voc, Oyvind Bradtsegg vib,sampl, Thomas T Dahl g

Zum Abschluss des Freitag Abends kehrt mit Living Colour eine Crossover-Legende auf die Bühne zurück. Vor über 15 Jahren feierten sie in Willisau ihre Europa-Live-Premiere. Dann wurden sie zu einer der einflussreichsten Bands, die furios zwischen Rock, Metal, Jazz-Experimenten und Black Music wilderte und damit eine grosse Popularität erlangte. 1995 löste Gitarrist Vernon Reed die Band auf. Die Mitglieder liessen sich auf neue Projekte und Fusionen ein. Die Rhythmus-Section mit Doug Wimbish und Will Calhoun wurde zu Jungle Funk und Headfake. Jetzt haben sich Living Colour entschlossen, alte Unbill zu begraben und das gemeinsame Abenteuer Musik wieder zu wagen - in Originalbesetzung. Das Reunion-Debut gaben sie im New Yorker Club CBGB, wo sie ihren steilen Flug begonnen hatten. The Party goes on - mit Hardrock, Jazz und Jungle-Rhythmen!

Corey Glover voc, Vernon Reid g, Doug Wimbish b, Will Calhoun dr