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Freitag 31. Oktober 2003, 20.30 Uhr, Foroom:
ETHINIC HERITAGE ENSEMBLE
feat. Joseph Bowie Kahil El'Zabar perc Joseph Bowie tb,perc Ernest Khabeer Dawkins as,ts,perc
Ich habe das Konzept der trans-afrikanischen Musik nach einem Jahr als Austauschstudent in Ghana entwickelt. Ich wollte die traditionelle afrikanische Sensibilität mit zeitgenässischen Formen westlicher Musik vereinen, in der schwarze Musiker eine andere Tonart spielen als auf dem Kontinent. Die Kombination beider Elemente wurde das "ETHNIC HERITAGE ENSEMBLE", bemerkt Kahil El'Zabar. Die Gruppe wurde schon 1973 im Rahmen der AACM (Association of the Advancement of Creative Music) in Chicago gegründet, tourte oft durch Europa und nahm eine Reihe hervorragender Alben auf.
Auch heute noch ist die Gruppe für ihren innovativen und einmaligen Ausdruck bekannt. Der Percussionist Kahil El'Zabar ist noch immer der Leiter des Chicagoer Ensembles.
Er hat mit allen Grössen des neueren afroamerikanischen Jazz gespielt und ist eine der aktivsten Persönlichkeiten der AACM. Neu dabei ist Mister "Defunkt" Joseph Bowie an der Posaune. Sein funky Spiel verändert den Ausdruck des EHE massgebend. Der expressive Saxophonist Ernest "Kahbeer" Dawkins ist das dritte Mitglied des Ensembles.
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Samstag 6. Dezember 2003, 20.30 Uhr, Foroom:
BASSDRUMBONE
Mark Helias b Gerry Hemingway dr,perc Ray Anderson tb
Bassdrumbone ist ein Trio von Leadern: Mark Helias, Gerry Hemingway und Ray Anderson sind dreimusikalische Persönlichkeiten mit je eigenen Bands und zahlreichen Engagements in anderen Projekten. In diesem Trio ist jeder ein Solist und jeder ein Rädchen in der Maschine. Jeder bestimmt den Kurs und jeder bringt seine Ideen und Kompositionen mit ein.
Die Musik schöpft aus den verschiedenen Jazztraditionen, von New Orleans bis Ornette Coleman, aus Blues und Funk, und zeigt auch Affinitäten zur Neuen Musik. Sie wird ebenso geformt durch die virtuosen Spieltechniken aller drei Solisten, denen kein Rhythmus zu schwierig und kein Ton zu kühn erscheint. Trotz kompositorischen Strukturen ist die freie Improvisation das Salz dieses Trios. Humor und Ironie gehören zu ihren Bühnenauftritten. Mark Helias ist wohl einer der meistbeschäftigten Bassisten des modernen Jazz. Tausendsassa Ray Anderson ist in allen musikalischen Lagern zu Hause und Überrascht immer wieder mit seiner unbändigen Spiellust. Gerry Hemingway ist längst einer der wichtigsten Schlagzeuger der improvisierten Musik.
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Freitag 23. Januar 2004, 20.30 Uhr, Foroom:
NABATOV-BENNINK-DUO
Simon Nabatov p Han Bennink dr
Zwei aussergewöhnliche Persönlichkeiten des europäischen Jazz treffen in diesem Duo aufeinander: der aus Russland stammende Pianist Simon Nabatov und der holländische Schlagzeuger und Performer Han Bennink - und dies nicht zum ersten Mal! Simon Nabatov emigrierte nach seinem Studium am Moskauer Konservatorium in die USA, wo er an der renommierten Julliard School of Music weiter studierte. Schon bald spielte Nabatov mit allen möglichen Jazzgrössen: Paul Motian, Ray Anderson, Chet Baker, Sonny Fortune, und, und, und... Wie kaum ein anderer, verbindet Nabatov die Improvisation des Jazz mit der klassischen Komposition.
Nabatov bezeichnet Han Bennink als idealen Partner für das Duospiel.
Wie Nabatov, baut auch Han Bennink Brücken zwischen gestern und heute, zwischen verschiedenen musikalischen Welten. Er hat noch mit Ben Webster, Don Byas und Eric Dolphy gespielt, ehe er zu einem der wegweisenden Schlagzeuger des Jazz avancierte. Die Musiker dieses aussergewöhnllichen Duos scheinen weder stilistische noch technische Hürden zu kennen, kommunizieren einfach traumwandlerisch zusammen.
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Samstag 28. Februar 2004, 20.30 Uhr, Foroom: ?
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Samstag 27. März 2004, 20.30 Uhr, Foroom:
JANDELN - ERINNERUNGEN AN ERNST JANDL
Wolfram Berger stimme Wolfgang Puschnig as,fl Jon Sass tuba
Am 9. Juni 2000 verstarb der österreichische Lyriker Ernst Jandl kurz vor seinem 75. Geburtstag. Jandl war während der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts die wohl grösste Stimme deutschsprachiger Lyrik. Ausgehend von Dadaismus und Expressionismus der ersten zwei Jahrzehnte entwickelte Jandl seine eigene Sprache, eine Lyrik zur Beschreibung der Welt und des Alltags in all ihren Absurditäten. Sprachspielereien werden zum stilbildenden Element, Texte beginnen im Kopf zu tanzen. Jandl hat die Lyrik von ihren strukturellen Fesseln befreit.
Oft mit Musikern und Schauspielern zum Volk gegangen, ist es Jandl gelungen, breite Kreise für seine Kunst zu faszinieren.
Der Wiener Schauspieler Wolfram Berger, ebenfalls Wortjongleur und Entertainer (mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet), interpretiert in einem äusserst prominent besetzten Ensemble, das weiter aus dem Saxophonisten und Flötisten Wolfgang Puschnig und den amerikanischen Tubaspieler Jon Sass besteht (beide VAO), Jandls Kunst.
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum!
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Freitag 30. April 2004, 20.30 Uhr, Foroom:
GREETJE BIJMA
Greetje Bijma, voice
Mit riesigem Stimmumfang und einem nahezu unerschöpflichen Arsenal technischer Möglichkeiten vom Operndiven-Tremolo bis zum Scat, von bravouröser Obertonmodulation bis zum perkussiven Gesang ringt Greetje Bijma ihren Stimmbändern alles ab, was diese zustande bringen können. Sie zwitschert, haucht, gackert, gurrt, röchelt, stöhnt, schnattert, ahmt Tiere nach, inszeniert mitten in ihren Auftritten kleine Hörspiele in Phantasiesprache, integriert Zitate aus der Konzertmusik oder singt straight Jazz in abenteuerlichem Wechsel. Damit entwickelt das holländische Stimmwunder Ansätze von Maggie Nicols und Lauren Newton weiter, bezieht aber auch Einflüsse von Performance-Künstlerinnen wie Meredith Monk oder Laurie Anderson mit ein.
Die Autodidaktin begann ihre Karriere mit ihrer eigenen "Noodband". Nach Auftritten mit Han Bennink und dem Instant Composer's Pool arbeitete sie vorwiegend in eigenen Ensembles oder mit Gästen wie David Moss, Marilyn Crispell und Mark Dresser, Jasper van t'Hof und Pierre Favre. 1998/99 präsentierte Greetje Bijma ihr Bühnenprojekt "My Kind of Song".
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